Industriegebiet an A 14: Grimmaer Unternehmen stehen in Startlöchern

Das künftige Industrie- und Gewerbegebiet an der Autobahn 14 gilt dem Grimmaer Möbelhaus Friedrich als bevorzugter Bauplatz für sein neues Küchenstudio. Doch das renommierte Unternehmen hängt zumindest in dieser Angelegenheit in der Luft. Noch dreht sich bezüglich der Erschließung kein Rad rechts und links der Bundesstraße 107 im Grimmaer Norden, wo das Gebiet in drei Abschnitten wachsen soll.

Dabei ist Christian Steinbach, Geschäftsführer der WEP-CSM mit dem Stand der Dinge „sehr zufrieden“ und „wir sind weitgehend im Plan“. Der Lockdown habe zwar zu Verzögerungen geführt, was aber kein Problem sei. Die Stadt Grimma hat die Entwicklung und Vermarktung des neuen Fabrik-Gebietes in die Hände der WEP-CSM-Entwicklungs GmbH & Co KG gelegt. Diese wurde 2016 extra für das Vorhaben gegründet und hat mit der Kommune Grimma einen städtebaulichen Vertrag geschlossen.

Für die ersten beiden Abschnitte, die sechs und zehn Hektar umfassen, ist die Erschließungsplanung fertig. Für das dritte Teilstück, das zunächst 20 Hektar ausweisen könnte, ist sie in Vorbereitung. Voraussichtlich ab Februar wird die Straße Am Hengstberg ausgebaut, wofür die Stadt Grimma verantwortlich ist. Gleichzeitig sollen die Leitungen für Wasser und Abwasser, Gas und Strom sowie Glasfaser verlegt werden. Die Arbeiten für alle drei Abschnitte sollen ungefähr vier Monate in Anspruch nehmen.

Die innere Erschließung hängt dann von den Käufern und der Nachfrage ab. Für das erste Teilstück sollte dabei alles klar sein. Grimmas Kehrmaschinenhersteller Faun Viatec hat die Sechs-Hektar-Fläche komplett erworben und wird hier am Rande der Stadt ein neues Werk hochziehen. Für den zweiten Bauabschnitt gibt es bereits vier feste Anfragen – beim dritten Abschnitt gibt es noch keine Interessenten.